Songtexte zur CD "Phonezahl bringt Stimmung"


Hey Kellner

 

Ich sitze mal wieder bei Siggi am Tresen

Aus Langeweile wird die Karte gelesen

Es gibt hier nur Fleisch vom Schwein

Wer den Koch kennt, will lieber besoffen sein

 

Siggi sag mal: Siehst du mich?

Komm doch mal an meinen Tisch!

Ich will gar nichts essen hier

Bring mir einfach nur ein Bier

 

Ich bestelle gleich ein großes Bier

Ich sitz' bestimmt den ganzen Abend hier

Die nächste Stunde zieht ins Land

Siggi ist wieder an mir vorbei gerannt

 

Siggi sag mal: Siehst du mich?

Komm doch mal an meinen Tisch!

Ich will gar nichts essen hier

Ich will einfach nur ein Bier

 

Nett gequatscht mit der Frau vom Chef

Nach zehn Bier ist sie richtig nett

Der nächste Krug muss wieder warten

Der Nachbartisch lässt sich beraten

 

Siggi sag mal: Siehst du mich?

Komm doch mal an meinen Tisch!

Ich will gar nichts essen hier

Ich will einfach nur ein Bier

 

Ich schau zur Uhr, schon viertel nach zehn

Auch ich muss irgendwann nachhause gehen

Doch noch zu zahlen ist das letzte Bier

Früher kam Siggi noch aus Gier zu mir

 

Siggi sag mal: Siehst du mich?

Komm doch mal an meinen Tisch!

Ich will gar nichts essen hier

Ich will einfach nur ein Bier

 

Sinn des Lebens

 

Der Morgen schickt mich auf die Reise

Ich wandere los, schüchtern und leise

Begebe mich auf diesen holprigen Pfad

Und hoffe, es wird ein schöner Tag

 

Tief im dunklen Waldgeschehen

Kann ich viele schöne Dinge sehen

Doch neben Liebe und Geborgenheit

Liegt die Lüge und der Neid

 

Den Sinn des Lebens will ich finden

Auch wenn sich der Tod vertagt

Mein letztes Wort wird dir verkünden

Was ich vom Weg habe mitgebracht

 

Licht und Schatten wird mein Kompass sein

Die Sonne hilft mir mit hellem Schein

Doch sie steht hoch am Firmament

Und zeigt, dass mir die Zeit wegrennt

 

Dann zur späten Abendstund'

Gebe ich dem Tag mein Ergebnis kund

Und hoffe, dass er mir vergibt

Dass ich vor Blindheit mich verlief

 

Den Sinn des Lebens will ich finden

Auch wenn sich der Tod vertagt

Mein letztes Wort wird dir verkünden

Was ich vom Weg habe mitgebracht

 



Heaven

 

Gleich an unserer Ecke gibt es eine Bar

Und diese Bar, die heißt Heaven

Sie klingt so schön englisch und jeder will hinein

Doch nur jeder Zehnte wird der Glückliche sein

 

Heaven ist der Weg, der Weg in die Ferne

Zur endlos kalten Wärme

Heaven ist der Weg, der Weg in die Ferne

Zu längst verglühten Sternen

 

Stimmen sind lautlos im dichten Gewühl

Und manch einer weint still, verletztes Gefühl

Phonzahl bringt Stimmung in die Isolation

Es bilden sich Gruppen und die Nacht fliegt davon

 

Heaven ist der Weg, der Weg in die Ferne

Zur endlos kalten Wärme

Heaven ist der Weg, der Weg in die Ferne

Zu längst verglühten Sternen

 

Sie hopsen wie Kinder und lächeln verzückt

Hier beginnt ihre Freiheit und hier endet ihr Glück

Solange der Tag nicht die Befriedigung bringt

Erlischt ihre Hoffnung im Heaven geschwind

 

Heaven ist der Weg, der Weg in die Ferne

Zur endlos kalten Wärme

Heaven ist der Weg, der Weg in die Ferne

Zu längst verglühten Sternen

Dresden-Blues

 

Hier bin ich geboren, hier steht mein Haus

Ich habe mir geschworen, ich zieh' nie wieder aus

Hier an der Elbe, das ist mein Land

Wohin ich auch geh', es ist mir bekannt

Ich sing' für euch den Dresden-Blues

 

Am Morgen sehe ich die Dächer der Stadt

Vor'm Rathaus schläft was viele Sorgen hat

Der Zwinger ist prunkvoll, doch ich habe kein Geld

Ich singe mein Lied hinaus in die Welt

Ich sing' für euch den Dresden-Blues

 

Der Mittag wirft Nebel, dann löst er sich

Ich liebe die Wiesen und manchmal auch mich

Die Elbe lädt zum Verweilen ein

An ihren Ufern bleibt niemand allein

Ich sing' für euch den Dresden-Blues

 

Kirchen und Gassen, neu und alt

Alles hat Charme, Sinn und Gestalt

Wer hier wohnt zeigt sein Gesicht

Klar und genau, wie ein Sachse spricht

Ich sing' für euch den Dresden-Blues



Einsam & Allein

 

Sie hat keine Tränen mehr

Und sie denkt an altes Glück

Ohne ihn ist ihr Leben leer

Niemand dreht die Zeit zurück

 

Zeit frisst die Erinnerung

Es tut weh was einmal war

Ewiglich glüht Hoffnung

Doch wenn es brennt ist keiner da

 

Allein, Allein, Allein, Einsam und Allein

Allein, Allein, Einsam und Allein

 

Wie viel Trauer trägt ein Herz

Warum bleibt sie allein

Will ein Leben ohne Schmerz

Doch ihr Schicksal flüstert „nein“

 

In ihr drin ist alles kalt

Und niemand taut sie auf

Jeder Hilferuf verhallt

Und sie nimmt es in Kauf

 

Allein, Allein, Allein, Einsam und Allein

Allein, Allein, Einsam und Allein

Nur ein Traum

 

Als ich mitbekam wie nah er dir in meinem Traum schon war

Brach eine Welt für mich ein

Doch ich verdrängte das Bild, das ich sah

Ein Traum zwischen Liebe und Leid

 

Du warst urplötzlich so anders zu mir

Wir sind sonst glücklich zu zweit

Ich dachte ja wirklich, es wäre nur ein Traum

Ich wache auf und kann Dir blind vertrauen

 

Ich dachte, du liebst mich noch immer

Fühlte mich so schwerelos und stark

Jetzt weiß ich, zu zweit ist es viel schlimmer

Wenn keiner mehr die Wahrheit sagt

 

Jetzt stehst du vor mir und sagst mir eiskalt

Kein Traum sondern Realität

Diese tiefe Wunde heilt nicht mal die Zeit

Denn dir tut es ja nicht mal leid

 

Ich dachte, du liebst mich noch immer

Fühlte mich so schwerelos und stark

Jetzt weiß ich, zu zweit ist es viel schlimmer

Wenn keiner mehr die Wahrheit sagt

 

Ich hab' um uns gekämpft, doch mein Traum behielt Recht

Schade um die Tränen in der Nacht

Meine tiefe Liebe verdienst Du nicht mehr

Du gehst und mein Herz bleibt leer

 

Ich dachte, du liebst mich noch immer

Fühlte mich so schwerelos und stark

Jetzt weiß ich, zu zweit ist es viel schlimmer

Wenn keiner mehr die Wahrheit sagt



Eigentlich Urlaub

 

Der Wecker klingelt, ich stehe auf

Der Spiegel nimmt mein Antlitz in Kauf

Kaffee geschlürft und Haare toupiert

Der Bart ist wegrationalisiert

 

Ich renne zur U-Bahn, komme fast zu spät

Die Uhr rennt, jede Sekunde zählt

Ich hoffe, dass ich pünktlich bei der Arbeit bin

Es wird Zeit, dass ich mir ein Liedchen sing'

 

Die Chefin fragt „Was machen sie denn hier

Sie haben doch Urlaub und sind sonst auch kein Arbeitstier“

Also nachhause, dort warten Frau und Kind

Auf dem Heimweg summe ich leise vor mich hin

 

Die Frau stocksauer „Wo kommst Du denn her,

Das Kind schreit und ich, ich kann schon lang nicht mehr“

Ich will zu meinem Plattenschrank um laut Musik zu hören

Sonst werde ich hier noch krank

 

Ich kann Euch sagen: So ein Tag zuhaus'

Sieht bei mir immer recht stressig aus

Da lobe ich mir doch meinen Arbeitgeber

Und mein Schreibtisch, der ist mir eh viel lieber

 

Und wenn der Mond dann am Himmel tagt

Und die Sonne vom Horizont verjagt

Lege ich mich auch zur Ruh'

Doch vorher hört ihr mir alle noch mal zu

Alter Kapitän

 

Der Kapitän ist alt geworden

Er hält den Kahn nicht mehr

Die Narren tragen jetzt seine Orden

Das Lenken fällt ihm schwer

 

Die Mannschaft steht an Bord

Ihr Schweigen knallt ins Meer

Schwimmt mit den Fischen fort

Das Protokoll bleibt leer

 

Oh mein alter Kapitän

Du warst immer an Bord

Nun haben sie dich tot geschrieben

Schwer fällt das letzte Wort

 

Der Kompass ist zerschlagen

Sein Herz ist ausgebrannt

Aus Schweigen werden Fragen

Die Antwort bleibt verbannt

 

Die Richtung wird erraten

Vergessen ist was zählt

Der Kapitän fühlt sich verraten

Wer hat die Narren auserwählt

 

Oh mein alter Kapitän

Du warst immer an Bord

Nun haben sie dich tot geschrieben

Schwer fällt das letzte Wort

 

Hey mein alter Kapitän, bleib du ruhig an Bord

Totgesagte leben länger, du hast das letzte Wort



Weißer Schnee

 

Du hockst in der Zelle

Du kannst ihr nicht entfliehen

Durch kalte Gitterstäbe

siehst du die Wolken ziehen

 

Du denkst an Koks und Gras

Die Zeit hier macht dich krank

Doch es tanzt ein Schattenlicht

Auf den Bildern vor der Wand

 

Bisher gab es nicht nur im Winter

In Deinem Leben weißen Schnee

Zuhause warten Deine Kinder

Und müssen es irgendwie verstehen

 

Hohe Berge von Schulden

Machen dich fast verrückt

Zuhaus' wird sicher trotzdem

Der Weihnachtsbaum geschmückt

 

Dieser eiskalte Schmerz

Reißt ein Loch in dein Herz

Du bist Weihnachten allein

Und so soll es nie wieder sein

 

Bisher gab es nicht nur im Winter

In Deinem Leben weißen Schnee

Zuhause warten Deine Kinder

Und müssen es irgendwie verstehen

 

Ich denke jeden Tag an dich

Möchte dich niemals verlieren

Beginn' endlich dir selbst zu vertrauen

Nicht irgendwann sondern jetzt und hier

 

Dann gibt es nur noch im Winter

In deinem Leben weißen Schnee

Dann bist Du zuhause bei den Kindern

und der Schnee tut keinem mehr weh

Paradies

 

Wie tief willst du noch fallen

Mach dich doch nicht so klein

so ein dunkles Loch, nirgends Sonnenschein

Du sperrst Dich ein

 

Lang genug warst du allein

Jetzt werde ich bei dir sein

Aus der Depression direkt ins Leben rein

Wie ein rollender Stein

 

Vergieß' die letzte Träne

Schmiede neue Pläne

Such' dir neues Glück

Hol dir dein Paradies zurück

 

Bald siehst du das Licht

Es scheint dann nur für dich

Schau direkt hinein, es möchte bei dir sein

In dich rein

 

Hör auf zurück zu schauen

Du musst auf die Zukunft bauen

Geh nach vorn, denn Stück für Stück

Liegt dort dein wahres Glück

 

Vergieß' die letzte Träne

Schmiede neue Pläne

Such' dir neues Glück

Hol dir dein Paradies zurück



Jeden Tag

 

Jeden Tag habe ich diesen Zwang

Und ich spüre diesen Drang

An dich zu denken

Was tue ich gegen diesen Zwang

Was mache ich gegen diesen Drang

Meine Zeit an dich zu verschenken

 

Das Schicksal stellte uns die Weichen

Ich kann dein Herz nicht mehr erreichen

Ohne Dich zu sein fällt mir schwer

Denn seitdem ist mein Leben ziemlich leer

 

Vor ein paar Tagen, war mein Himmel noch so hell

Ich kann's nicht glauben, alles ging so schnell

Dass du nicht da bist, schmerzt extrem

Und immer wieder, immer wieder habe ich dieses Problem

 

Jeden Tag habe ich diesen Zwang

Und ich spüre diesen Drang

An dich zu denken

Was tue ich gegen diesen Zwang

Was mache ich gegen diesen Drang

Meine Zeit an dich zu verschenken

 

In meinen Gedanken laufe ich noch durch die Stadt

In der wir wohnten, die uns so viel bedeutet hat

Und ich lass die Zeit mit dir Revue passieren

Es tut weh, das alles zu verlieren

 

Ich danke dir für diese schöne Zeit

Und für alles was uns davon bleibt

Vielleicht werden wir uns irgendwann wiedersehen

Und den Weg nochmal gemeinsam gehen

 

Jeden Tag habe ich diesen Zwang

Und ich spüre diesen Drang

An dich zu denken

Was tue ich gegen diesen Zwang

Was mache ich gegen diesen Drang

Meine Zeit an dich zu verschenken

Raucherlied

 

Morgens nach dem Aufstehen

da geht der Stress schon los

Erstmal eine Rauchen

dann fühle ich mich famos

 

Eine halbe Stunde später

da kommt der nächste Pfiff

Die Lunge schreit laut „Kippe“

sie hat mich total im Griff

 

Erstmal eine rauchen, in die Welt des Tabaks tauchen

Erstmal eine rauchen und dann mal schauen

 

Pünktlich zwölf Uhr dreißig

Stehen meine Kumpels vor der Tür

Zigaretten raus und angemacht

Es tobt die Lungenschlacht

 

Erstmal eine rauchen, in die Welt des Tabaks tauchen

Erstmal eine rauchen und dann mal schauen

 

Wir sitzen da bis ganz spät abends

die Lungen bekommen Teer

Die Wohnung steht im Qualm

selbst Lüften hilft nichts mehr

 

Erstmal eine rauchen, in die Welt des Tabaks tauchen

Erstmal eine rauchen und dann mal schauen



Gute Nacht

 

Von Euch aus links gesehen

Seht ihr einen Typen stehen

Der gekonnt über sechs Saiten greift

Stücke von ihm aufgebaut

Manchmal leise, meistens laut

Unser Guitarman Micha N.

 

Gute Nacht wir sind Ostrea

Gute Nacht, auf Wiedersehen

 

Auf der anderen Seite steht ein Mann

Der nicht nur super singen kann

Auch vom Blasen versteht er ziemlich viel

Unsere Ohren sind erfreut

Wenn er zu seiner Mundi greift

Mister Mundharmonika Pitti H.

 

Gute Nacht wir sind Ostrea

Gute Nacht, auf Wiedersehen

 

Hinterm Schlagzeug sitzt ein Typ

Der das laute Trommeln liebt

Und so nebenbei ein bisschen singen kann

Wenn er auf die Becken haut

Wird es manchmal tierisch laut

Tun Euch die Ohren weh, dann war das Ansgar B.

 

Gute Nacht wir sind Ostrea

Gute Nacht, auf Wiedersehen

 

Unser Gig ist jetzt zu ende

Zeigt uns nochmal Eure Hände

Wir sagen jetzt auf Wiedersehen

Wir wünschen eine gute Nacht

Es hat uns bei Euch Spaß gemacht

Ihr wart wunderbar

bis zum nächsten Mal

 

Gute Nacht wir sind Ostrea

Gute Nacht, auf Wiedersehen